Laura Dahlmeier zählt zu den erfolgreichsten deutschen Wintersportlerinnen der letzten Jahrzehnte. Als zweifache Olympiasiegerin und siebenfache Weltmeisterin im Biathlon prägte sie über Jahre die internationale Szene, bevor sie überraschend früh ihre Karriere beendete. Im Juli 2025 endete ihr Leben tragisch bei einem Bergunglück in Pakistan. Dieser Artikel gibt einen umfassenden Überblick über ihren Werdegang, ihre Familie – darunter ihr Bruder Pirmin Dahlmeier – sowie die Ereignisse rund um ihren Tod.
Herkunft und familiärer Hintergrund
Laura Dahlmeier wurde am 22. August 1993 in Garmisch-Partenkirchen geboren, einer bayerischen Stadt, die für ihre enge Verbindung zum Wintersport bekannt ist. Der Sport lag ihr sozusagen in den Genen: Ihre Mutter Susi war Anfang der 1990er-Jahre eine erfolgreiche Mountainbikefahrerin und errang mehrere nationale sowie internationale Titel, während ihr Vater Andreas Dahlmeier als Alpinist und Skisportler aktiv war.
Auch ihr familiäres Umfeld bewegte sich also stark im Bereich des Bergsports und des Ausdauersports. Ein Geschwisterteil, das öffentlich bekannt ist, ist ihr Bruder Pirmin Dahlmeier. Über sein persönliches Leben oder eine eigene sportliche Karriere liegen bislang keine belastbaren öffentlichen Informationen vor – er wird in der Berichterstattung ausschließlich als Bruder der bekannten Biathletin erwähnt.
Dieses familiäre Umfeld – geprägt von Naturverbundenheit, Bergsport und Ausdauerdisziplinen – bildete die Grundlage für Lauras spätere Leidenschaft, sowohl im Biathlon als auch beim Bergsteigen.
Der Weg an die Weltspitze
Dahlmeier begann ihre internationale Karriere im Biathlon in jungen Jahren und feierte bereits bei den Youth Olympic Winter Festivals 2011 in Liberec gleich drei Goldmedaillen. Ihr Debüt im Biathlon-Weltcup gab sie am 1. März 2013, und schon kurze Zeit später gehörte sie zur absoluten Weltspitze.
Besonders die Weltmeisterschaft 2017 wurde zu ihrem persönlichen Meilenstein: Mit fünf Goldmedaillen bei einer einzigen Weltmeisterschaft stellte sie einen bemerkenswerten Rekord auf. Insgesamt sammelte sie im Laufe ihrer Karriere 15 WM-Medaillen, davon sieben goldene.
Der Höhepunkt ihrer sportlichen Laufbahn waren jedoch zweifellos die Olympischen Winterspiele 2018 in Pyeongchang. Dort gelang ihr als erster Biathletin überhaupt das Kunststück, sowohl den Sprint als auch die Verfolgung bei denselben Spielen zu gewinnen – eine historische Leistung, die sie endgültig zur Ausnahmeathletin machte. Zusätzlich sicherte sie sich in Pyeongchang eine Bronzemedaille im Einzel.
Auch im Gesamtweltcup hinterließ sie ihre Spuren: In der Saison 2016/17 gewann sie sowohl die Gesamtwertung als auch die Disziplinwertungen im Einzel und in der Verfolgung. Über ihre gesamte Karriere hinweg kam sie auf 22 individuelle Weltcupsiege und insgesamt 35 Siege, wenn man Staffelrennen mit einbezieht.
Ein überraschend frühes Karriereende
Trotz ihres sportlichen Erfolgs und ihres vergleichsweise jungen Alters entschied sich Dahlmeier bereits 2019 im Alter von nur 25 Jahren, ihre aktive Karriere zu beenden. Diese Entscheidung überraschte viele Beobachter, da sie zu diesem Zeitpunkt weiterhin zur absoluten Weltspitze zählte.
Ihr letztes offizielles Weltcuprennen bestritt sie im Frühjahr 2019. Einen letzten emotionalen Auftritt hatte sie jedoch noch am 28. Dezember 2019 bei der Biathlon World Team Challenge in der ausverkauften Schalker Arena vor mehr als 46.000 Zuschauern – ein würdiger und stimmungsvoller Abschied von ihrem Publikum.
Ihre Beweggründe für das frühe Karriereende lagen unter anderem in ihrem Wunsch, sich neuen Herausforderungen zu widmen, insbesondere im Bergsport, der für sie schon während ihrer aktiven Zeit eine wichtige Rolle gespielt hatte.

Das Leben nach dem Spitzensport
Nach ihrem Rückzug aus dem aktiven Wettkampfsport blieb Dahlmeier dem Biathlon eng verbunden. Sie arbeitete als Expertin für das ZDF und begleitete die deutschen Zuschauer bei zahlreichen Weltcup- und Meisterschaftsübertragungen mit fachkundigen Kommentaren.
Gleichzeitig widmete sie sich verstärkt ihrer großen Leidenschaft: den Bergen. Sie engagierte sich als ausgebildete Skiführerin und war zudem aktives Mitglied der Bergrettung. Diese Tätigkeiten zeigten, wie tief ihre Verbindung zur alpinen Welt tatsächlich war – weit über den sportlichen Wettkampf hinaus.
Der tödliche Unfall am Laila Peak
Am 28. Juli 2025 ereignete sich die Tragödie, die Deutschland und die internationale Sportwelt erschütterte. Dahlmeier befand sich gemeinsam mit ihrer Seilpartnerin Marina Eva Krauss auf einer Expedition im Karakorum-Gebirge in Pakistan, als sie beim Aufstieg zum 6.069 Meter hohen Laila Peak in etwa 5.700 Metern Höhe von einem Steinschlag getroffen wurde.
Die Rettungsbemühungen gestalteten sich äußerst schwierig. Schlechtes Wetter und die extremen Bedingungen in der abgelegenen Hushe-Valley-Region verhinderten zunächst den Einsatz von Rettungshubschraubern. Ihre Kletterpartnerin konnte sich mit Unterstützung anderer Bergsteiger und lokaler Höhenträger sicher zum Basislager zurückziehen.
Trotz des Einsatzes von Rettungsteams aus Deutschland und den USA musste die Suche schließlich am Abend des 29. Juli erfolglos eingestellt werden. Ihr Management bestätigte, dass Dahlmeier den Angaben zufolge vermutlich sofort verstorben war.
Besonders bewegend war die Nachricht, dass Dahlmeier selbst schriftlich festgelegt hatte, dass im Falle eines solchen Unglücks niemand sein Leben für ihre Bergung riskieren solle. Sie hatte zudem den Wunsch geäußert, im Falle ihres Todes in den Bergen zurückzubleiben – ein Wille, den ihre Familie respektierte.
Reaktionen und bleibendes Vermächtnis
Die Nachricht von Dahlmeiers Tod löste eine Welle der Anteilnahme aus. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier würdigte sie als außergewöhnliche Sportlerin und Botschafterin Deutschlands. Auch die Internationale Biathlon-Union sowie IOC-Präsidentin Kirsty Coventry äußerten sich sichtlich betroffen und erinnerten an ihre historischen Erfolge bei den Olympischen Spielen 2018.
Wegbegleiterinnen wie Franziska Preuß, mit der Dahlmeier viele Jahre gemeinsam im Weltcup unterwegs war und sich sogar ein Zimmer teilte, beschrieben den Verlust als tief einschneidend. Auch im ersten Biathlon-Winter nach ihrem Tod wurde ihre Abwesenheit – sowohl als Sportlerin als auch als geschätzte ZDF-Expertin – von vielen schmerzlich wahrgenommen.
Laura Dahlmeier bleibt als eine der prägendsten Figuren des deutschen Wintersports in Erinnerung: als Ausnahmeathletin, als bodenständige Persönlichkeit und als jemand, der bis zuletzt in ihrem geliebten Element – den Bergen – lebte.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wer war Laura Dahlmeier?
Laura Dahlmeier war eine deutsche Biathletin, die zwischen 2013 und 2019 zur Weltspitze zählte. Sie gewann zwei olympische Goldmedaillen sowie sieben WM-Titel und gilt als eine der erfolgreichsten deutschen Wintersportlerinnen überhaupt.
Wer ist Pirmin Dahlmeier?
Pirmin Dahlmeier ist der Bruder von Laura Dahlmeier. Öffentlich bekannt ist bislang lediglich diese familiäre Verbindung; weitergehende Informationen zu seiner Person sind derzeit nicht verlässlich dokumentiert.
Wann und wie ist Laura Dahlmeier gestorben?
Sie starb am 28. Juli 2025 bei einem Bergunglück am Laila Peak in Pakistan, nachdem sie während einer Klettertour von einem Steinschlag getroffen wurde.
Warum wurde ihr Leichnam nicht geborgen?
Dahlmeier hatte schriftlich festgelegt, dass im Falle eines tödlichen Unfalls niemand für ihre Bergung sein Leben riskieren solle. Diesem Wunsch entsprechend blieb ihr Leichnam am Berg zurück.
Warum beendete sie ihre Karriere schon mit 25 Jahren?
Trotz anhaltender sportlicher Erfolge entschied sie sich 2019, ihre aktive Laufbahn zu beenden, um sich neuen Herausforderungen zu widmen – insbesondere ihrer Leidenschaft für das Bergsteigen.
Was machte Laura Dahlmeier nach ihrer aktiven Karriere?
Sie arbeitete als Biathlon-Expertin für das ZDF, engagierte sich als Skiführerin und war aktives Mitglied der Bergrettung.

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